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20. Oktober 2005
Verhandlungsfähigkeit ist Auslegungssache. Der Bestochene ist verurteilt, der Prozess gegen den Bestecher steht aus. Woher die Langmut des Bonner Landgerichts in Sachen Trienekens? Dass sich Richter von Attesten des Ex-Müllkönigs nicht beirren lassen, zeigen Kölner Urteile (taz nrw, Oktober 2005)

19. Oktober 2005
Hellmut Trienekens' Hausarzt unter Verdacht.
Die Bonner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf "Ausstellung eines unrichtigen ärztlichen Gesundheitszeugnisses". Ist der frühere Viersener Müllunternehmer vielleicht verhandlungsfähiger als er sein möchte? (taz nrw, Oktober 2005)

06. Juli 2005
Mäzenat wider Willen. Müllbaron Trienekens tut endlich was Gutes und spendet

18. April 2005
NRW-SPD hinkt vor Wahlen mit wundem Fuß. Der erneut für den Landtag kandidierende Hardy Fuß soll wegen Untreue angeklagt werden. Verstrickt in den Fall Trienekens?

13. April 2005
Achillesferse namens Fuß. SPD-Parlamentarier aus Frechen droht Anklage

12. April 2005
Bewegtes Vorleben könnte Kandidatur vermasseln. Dem Frechener SPD-Landtagsabgeordneten Hardy Fuß droht eine Anklage wegen seiner mutmaßlichen Verwicklung in Schmiergeldgeschäfte. Der sieht sich zu Unrecht unter Verdacht und will wieder ins Düsseldorfer Parlament

09. Februar 2005
Einstiger Müllmogul ist von Verfolgern umzingelt. Dem Viersener Unternehmer Hellmut Trienekens geht es an den Kragen: In Köln steht er ab September wegen seiner Verwicklung in den Müllskandal vor Gericht. In Bonn will man ihn wegen Bestechung anklagen. Und auch in Weisweiler, Oberhausen und Krefeld laufen Ermittlungsverfahren

15. Januar 2005
Auch Krefeld wurde geschmiert. Müllentsorger Trienekens soll nun auch Krefelder Politiker mit mehreren hunderttausend Euro geschmiert haben. Stadtpolitiker wehrten sich gegen Untersuchungen

15. Dezember 2004
Bewährung für Wienand. Zwar befinden Richter den Ex-SPD-Politiker im Kölner Müllskandal für schuldig, sehen aber keine Rückfallgefahr.
Genialer Türöffner soll sich bewähren. Wegen seiner Verwicklung in den Kölner Müllskandal ist der ehemalige SPD-Politiker Karl Wienand zu einer Bewährungsstrafe und 25.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Damit ist der Skandalumwitterte wieder mal glimpflich davon gekommen.

04. Dezember 2004
SPD bekommt Quittung. Im Kölner SPD-Spendenskandal bereitet die Staatsanwaltschaft Anklagen gegen die Genossen vor, die nicht freiwillig Geldbußen zahlen wollen. Dazu gehört auch Ex-Oberbürgermeister Burger.

27. November 2004
Wienand gesteht nur die Hälfte. Der Staatsanwalt wirft dem Ex-Politiker Karl Wienand Beihilfe zur Bestechung beim Bau der Kölner MVA vor. Er soll 2 Millionen Euro kassiert haben. Am ersten Prozesstag legt er ein Teilgeständnis ab.

12. November 2004
Trienekens nimmt Urteil an

18. September 2004
10 Millionen für den Kölner Müllkönig. Der Entsorgungsunternehmer Hellmut Trienekens muss zweieinhalb Jahre nicht hinter Gitter. Der Mann, der ein Netzwerk der Einflussnahme auf politische Entscheidungsträger hatte, wird verurteilt - wegen Steuerhinterziehung. Sehr kurzer Prozess.

17. September 2004
Früherer Müllkönig auf der Anklagebank. Hellmut Trienekens, der ehemalige Oberboss im NRW-Müllgeschäft, muss sich ab heute wegen Steuerhinterziehung vor dem Kölner Landgericht verantworten. Den herzkranken 66-Jährigen begleiten nicht nur Anwälte. Auch ein Ärzteteam ist vor Ort.

01. Juli 2004
Politiker sind scharf auf Prozess. Einige Empfänger fingierter SPD-Spendenquittungen wollen angeklagt werden, um ihre Unschuld zu beweisen. Warten bis nach der Wahl in Köln sei "Schutz für die SPD".

30. Juni 2004
Keine Anklagen vor der Kommunalwahl. Das Steuerhinterziehungsverfahren gegen Kölns Alt-OB Norbert Burger (SPD) ist eingestellt. Im SPD-Spendenskandal wird weiter gegen ihn und andere Politiker ermittelt. Über eine Anklage wird aber erst nach der Wahl entschieden.

18. Mai 2004
Revisionen im Müllprozess

17. Mai 2004
Roters muss Antwerpes durchleuchten lassen. Regionalrat fordert: Kölns Regierungspräsident soll seine Innenrevision mit der Untersuchung beauftragen, welche Rolle sein Vorgänger bei den rheinischen Müllskandalen spielte und welche Beziehungen er zu Trienekens hatte.

14. Mai 2004
Müll-Urteil: Freispruch für SPD-Politiker. Im Prozess um Bestechung beim Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage kann weder die Schuld noch die Unschuld des früheren Kölner SPD-Fraktionschefs Rüther bewiesen werden. Einer seiner Mitangeklagten muss dagegen für Jahre hinter Gitter.
Der Bürger Richter geißelt "Kriecherei". Der Müllskandalprozess endet für die Angeklagten mit milden Strafen und einem Freispruch. In seiner Urteilsbegründung lässt Richter Martin Baur seinen ganzen Ärger über die korruptiven Gepflogenheiten des Kölner Polit-Establishments raus.
Kommentar: Die Zeche zahlen die Kölner

13. Mai 2004
Vor dem Ende einer schmierigen Geschichte. Im Kölner Müllskandalprozess soll heute das Urteil gefällt werden. Die Angeklagten können mit milden Strafen rechnen, weil Millionen-Schmiergelder an den Geschäftsführer einer städtischen Gesellschaft vom Gericht nicht als Amtsträger-Bestechung, sondern lediglich als Untreue gewertet werden.

Das Personal im Kölner Müllskandalprozess

12. Mai 2004
Prozess um Kölner Müllaffäre vor dem Ende. Staatsanwälte fordern wegen Untreue und Bestechlichkeit mehrjährige Haftstrafen für die Angeklagten.

"Ein Haifisch ist kein Haifisch." Staatsanwaltschaft rechnet im Müllskandalprozess mit dem Kölner Klüngel ab. Sie wirft Angeklagten Geldgier und mangelnde Moral vor. Verteidiger plädieren für Milde und nehmen Zuflucht zu Brecht.

Kommentar: Unvermögen

11. Mai 2004
Müllprozesse entsorgt. Urteil in Köln könnte diese Woche gefällt werden. In Bonn wird Verfahren gegen Ex-CDU-Fraktionschef nicht eröffnet.

07. Mai 2004
Schnoddriger Staatsanwalt ärgert Richter. Im Kölner Müllskandalprozess bleibt Oberstaatsanwalt Norbert Krakau konkrete Antworten auf viele Fragen von Richter Martin Baur schuldig. In der kommenden Woche sollen die Plädoyers beginnen.

05. Mai 2004
Neuigkeiten aus der Schweiz. Kölner Staatsanwaltschaft präsentiert überraschend neuen Zeugen im Müll-Prozess. Der Ex-Chef der Schweizer Geldwaschanlage Stenna wurde hinter den Kulissen vernommen.

23. April 2004
Müllmanager in die Tonne gekloppt. AWB-Geschäftsführer Friedrich Homann ist seinen Job los: Die Stadtwerke zogen die Konsequenz aus Trienekens-Zahlungen. Seine Kollegen Hoffmann und Schürheck haben eine Gnadenfrist bis Montag. Dann tagt der Aufsichtsrat der Stadtwerke.

15. April 2004
Grüne rütteln Grüne wach. Die Kölner Ratsgrünen sind unzufrieden mit Kerstin Müller, grüne Staatssekretärin im Auswärtigen Amt. Sie solle endlich die Ausschreibung für den Kölner Müllofen gemäß EU-Vorgabe überprüfen.

10. April 2004
Der Müllskandal zieht Kreise. Für Prämien des Müllmultis Trienekens an AWB-Manager interessieren sich die Kölner Ermittler. Dabei könnte die Haltung der damaligen ÖTV bei der Privatisierung wieder ins Zwielicht geraten.

02. April 2004
Müll-Prozess weiter in der Schwebe. Verteidiger verzichten nach Aktenpanne der Staatsanwaltschaft vorerst auf Aussetzungsanträge. Anklage kündigt Widerstand gegen mögliche milde Urteile an.
Anklage pokert mit dem Joker. Die Staatsanwaltschaft im Kölner Müllskandalprozess will trotz ihrer "Aktenpanne" von Freispruch und milden Strafen für die Angeklagten nichts wissen. Die Anklagebehörde will nun mit "neuen fundierten Beweisanträgen" retten, was zu retten ist.

29. März 2004
Grüne: Ermittler machen Müll

24. März 2004
Kölner Müllverfahren droht zu platzen. Bislang verborgene Akten könnten Glaubwürdigkeit des Hauptzeugen in Prozess um Bestechungsskandal erschüttern.
Dem Müllprozess droht die Entsorgung. Weil erst jetzt zahlreiche Akten dem Gericht übergeben wurden, droht der Kölner Müllskandalprozess zu platzen. Die Akten könnten Ulrich Eisermanns Glaubwürdigkeit erschüttern, hoffen die Anwälte seiner Mitangeklagten Rüther und Michelfelder.

17. März 2004
Die Schlacht der Verteidiger. Im Kölner Müll-Prozess wollen die Anwälte von Ex-SPD-Fraktionschef Norbert Rüther und Müll-Manager Sigfrid Michelfelder die Glaubwürdigkeit des Mitangeklagten Ulrich Eisermann erschüttern.

12. März 2004
Müllskandal wird schneller weggeräumt. Der Korruptionsprozess um den Bau des Kölner Müllofens soll sich nun doch nicht bis zur Kommunalwahl im September hinziehen. Richter Baur überlegt, die Beweisaufnahme schon im März abzuschließen. Ein Urteil könnte im April gefällt werden.

10. März 2004
Papiere ließen sich "immer sehr logisch" lesen. Im Kölner Müllprozess sagen drei ehemalige hohe Beamte der Stadt aus. Von Unregelmäßigkeiten bei der Auftragsvergabe für den Müllofen wollen sie nichts bemerkt haben. Nur die Grüne Petra May habe nachgefragt.

05. März 2004
Pleite für die Anklage. Im Kölner Müllskandalprozess verweigert Manfred Biciste die Aussage zum illegalen Spendenwaschsystem der SPD.

04. März 2004
Durchsuchung bei Ruschmeier rechtswidrig. Das Kölner Landgericht hat Formfehler gemacht, als es Räume des vergesslichen Ex-Oberstadtdirektors durchsuchen ließ. Dem früheren Müllmulti Trienekens soll wegen Steuerhinterziehung nun doch in Köln der Prozess gemacht werden.

02. März 2004
Antwerpes schimmerlos. Exregierungspräsident als Zeuge im Kölner Müllskandalprozess: Keine Ahnung von Bestechungen, und es sei ungerecht, dass er bei Schmiergeldzahlungen leer ausging.
Bonmots und Spitzen gegen alte Feinde. Im Kölner Müllskandalprozess glänzt Franz-Josef Antwerpes mit der bekannten Antwerpes-Show. Zur Wahrheitsfindung trägt der Ex-Regierungspräsident wenig bei. Die Müllverbrennungsanlage bleibt für ihn auch in ihrer realisierten Größe notwendig.

18. Februar 2004
Schöner reisen mit Hochtief. Im Kölner Müllprozess schweigt sich ein Ex-Hochtief-Manager darüber aus, wer in Politik und Verwaltung von den "nützlichen Aufwendungen" des Baukonzerns profitiert hat.

16. Februar 2004
Landes-CDU fürchtet den Kölner Sumpf.
Richard Blömer liegt den NRW-Christdemokraten schwer im Magen. Einen offenen Bruch mit dem Kölner Ex-CDU-Chef, der durch neue Ermittlungen wegen "nicht verständlichen Finanzgebarens" in die Schlagzeilen kam, wagen sie bislang nicht.

07. Februar 2004
Wenn der Rüther zwei Mal dankt. Staatsanwaltschaft ermittelt erneut gegen Norbert Rüther wegen Bestechlichkeit. Der ehemalige Chef der Kölner SPD-Fraktion soll beim Teilverkauf der städtischen Müllabfuhr abkassiert haben.

04. Februar 2004
"Erschreckend, wie frech die waren." Im Kölner Müllskandal sagte gestern die grüne Umweltministerin Bärbel Höhn aus: Sie sieht sich bestätigt.
Grüne rechnet ab. Ex-Ratsfrau Petra May im Kölner Müllprozess: "Mir war sofort klar, dass es bei der AVG Unregelmäßigkeiten gab".
Kommentar: Verbissenheit und kühle Analyse

30. Januar 2004
Politikertreff im Schrebergarten. Mit merkwürdigen Aussagen irritiert ein Zeuge im Kölner Müllprozess den Richter. Der ehemalige Holzmann-Mitarbeiter habe sich nicht auf seine Aussage vorbereiten sollen.

28. Januar 2004
Heugel bleibt still. Der frühere starke Mann der Kölner SPD will nicht als Zeuge im Müllprozess vor dem Landgericht aussagen.

20. Januar 2004
Razzia nach Generalamnesie. Martin Baur macht kurzen Prozess: Der Richter im Kölner Müllprozess veranlasst Hausdurchsuchung beim Zeugen Ruschmeier. Der hatte sich bei seiner Vernehmung vor Gericht an nichts erinnern wollen.

16. Januar 2004
Ein Mann ohne Vergangenheit. Der ehemalige Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier glänzt im Kölner Müllprozess vor allem mit Gedächtnislücken. "Daran kann ich mich nicht erinnern", lautet sein Standardsatz vor Gericht.

08. Januar 2004
EU-Kommission inspiziert Kölner Müllskandal. Brüssel fordert von Deutschland Aufklärung zu möglicherweise unzulässigen Ausschreibungen. Die Antwort steht aus.

07. Januar 2004
MVA-Gegner müssen Übergröße schlucken. Staatsanwaltschaft will offenbar Ermittlungen wegen zu großer Dimensionierung der Kölner Müllverbrennungsanlage einstellen. Stellungnahme für nächste Woche erwartet. MVA-Gegner enttäuscht. Weitere Verfahren noch in der Schwebe.

30. Dezember 2003
Bühne frei für den Abkassierer. Letzter Verhandlungstag des Jahres im Kölner Müllskandalprozess. Die Botschaft, die "Kronzeuge" Ulrich Eisermann dem Gericht vermittelt, ist einfach: Die Politik ist verdorben, er Opfer der Umstände.

16. Dezember 2003
Ohrfeige für Kölns Spendensammler. Im Kölner Müllprozess empfiehlt Richter Martin Baur in seiner Zwischenbilanz den Angeklagten Norbert Rüther und Sigfrid Michelfelder, doch mal über ein wirkliches und vollständiges Geständnis "nachzudenken": "Endgültig zu spät ist es noch nicht."

09. Dezember 2003
SPD-Spendenskandal: Nicht alle sagen Danke. Kölner Staatsanwaltschaft will die Verfahren gegen die SPD-Spendenquittungsempfänger sowie Ex-SPD-Schatzmeister Biciste mit Geldbuße einstellen. Doch die Kölner Landtagsabgeordnete Annelie Kever-Henseler will nicht zahlen.

28. November 2003
Lehrstunden über "Versorgungsfälle". Vor Gericht erzählte der ehemalige Geschäftsführer der Kölner Abfallentsorgungsgesellschaft, wie altgediente Ratsherren "berücksichtigt" wurden. Danach gab es "keine Komplikationen" mehr beim Bau der Müllverbrennungsanlage.

26. November 2003
"Opfer der Verhältnisse." Zwei Angeklagte im Müllskandal-Prozess gestehen Schmiergelder und einer belastet SPD-Politiker Norbert Rüther.

21. November 2003
Kölner Müll stinkt auch zu Prozessbeginn. Auftakt des Prozesses um den Bau der Kölner Müllverbrennungsanlage: Schöffe wegen Befangenheit abgelehnt, weil er CDU-Kontakte missbrauchte. Und auch der Pressesprecher der Kölner CDU gerät nun wegen "Landschaftspflege" unter Verdacht.

19. November 2003
Kölner Müll-Prozess bis zur Kommunalwahl. Die SPD hält den Skandal um die Schmiergelder und Schmutzgeschäfte ihrer Genossen in Köln für aufgeklärt. Doch abhaken kann sie erst, wenn beim ersten Gerichtsverfahren gegen die Beteiligten nichts Neues mehr herauskommt.

16. Oktober 2003
Spenden-Mauschelei bei der Kölner CDU. Nun haben auch die Christdemokraten in Köln ihren Skandal. Quittungen für anonyme Spenden wurden gefälscht.

28. Juni 2003
Bietmann bleibt immun

27. Juni 2003
Kölner Müll-Affäre betrifft den Bundestag. Staatsanwältin fordert die Aufhebung der Immunität des CDU-Abgeordneten und Kölner Fraktionschefs Bietmann.

13. Juni 2003
Razzia bei Bonner CDU. Ermittler suchen im Büro der Ratsfraktion Hinweise auf Müllgeschäfte. Verdächtigt wird Ex-CDU-Fraktionschef.

12. Juni 2003
Müll erreicht Aachen. Als Folge der Kölner Korruptionsaffäre durchsuchen Fahnder das Büro des Aachener Oberbürgermeisters.

05. April 2003
Müllfrau Justitia. Kölner Müllskandal wird nun Gerichtssache. Sieben Beteiligte müssen sich wegen Steuerhinterziehung und Korruption verantworten.

05. März 2003
Klüngler vorm Kadi. Im Kölner Müllskandal steht die Staatsanwaltschaft kurz vor der Anklage. Es gibt schon mehr als 40 Täterakten.

18. Februar 2003
Bonner CDU-Vorsitzender zurückgetreten. Formal hat sich Helmut Hergarten korrekt verhalten. Trotzdem ist er jetzt über die örtliche Müllaffäre gestolpert.

15. Februar 2003
Bonner CDU gerät weiter in Verruf

11. Februar 2003
Durchsuchung bei der Bonner CDU.
Kölner Müllskandal stinkt bis Bonn: Unterlagen über Großspende von 1999 gesucht.

08. Februar 2003
Müll erreicht CDU. In der Müllaffäre sind bereits zwei Beteiligte in Haft. Jetzt steht ein weiterer CDU-Politiker unter Verdacht.

20. Dezember 2002
Parteispender verurteilt, Empfänger frei. Gericht lässt Wuppertals OB Kremendahl wieder regieren. Geldspende keine Korruption - für den Gönner aber strafbar.

28. November 2002
Schatzhüterin der SPD verdächtigt

16. Oktober 2002
Kremendahl beteuert seine Unschuld. Der ehemalige Wuppertaler SPD-Oberbürgermeister vor Gericht: Gar nicht korrupt, nur immer investitionsfreundlich.

14. September 2002
Rüther wieder auf freiem Fuß. Letzter Hauptverdächtiger im Kölner Klüngel durch 200.000 Euro Kaution frei.

06. September 2002
Behörde beförderte Klüngel. Seit Montag ist der Kölner Müll-Klüngler Karl Wienand auf freiem Fuß. Grund: eine Schlamperei der Behörden. Sie haben Anti-Korruptions-Gesetze nicht angewandt.

05. September 2002
Vorzeige-Korrumpel vom Rhein. Am Montag wurde Karl Wienand aus der Untersuchungshaft entlassen. Nach knapp drei Monaten und unter strengen Auflagen. Nun hätte er viel Zeit, sich in den SPD-Wahlkampf zu stürzen. Schließlich ist er ein verdienter Genosse.

29. August 2002
Kölner Bachem-Verlag verscheucht Klüngel-Kritiker. In dem Köln-Buch "Ganz unter uns" sollte auch ein Beitrag von Erwin K. und Ute Scheuch stehen. Doch dann bekam die Verlagsleitung kalte Füße.
Klüngelkritik wegzensiert. Der Kölner Soziologieprofessor Erwin K. Scheuch sieht sich in seiner Kritik an den Kölner Verhältnissen bestätigt: "Eine solche Offenheit wäre untypisch für Köln gewesen."
DOKUMENTATION: Der Kölner als solcher beherrscht das Klüngeln (manchmal) in Perfektion. Was die Leser des Buches "Ganz unter uns" nicht lesen dürfen.

01. August  2002
Ein fast perfektes Spendenwaschsystem. In der Kölner Schmiergeldaffäre bleibt trotz intensiver Aufklärung manche Frage offen (DEMO)

26. Juli 2002
Kremendahl suspendiert. Bezirksregierung schickt Wuppertaler Oberbürgermeister in den bezahlten Urlaub.

22. Juli 2002
Müll rund um Köln. CDU-Mann aus Sankt Augustin soll Provisionen von Müllmann Trienekens kassiert haben. Düsseldorfer SPDler als Geldbote verdächtig.

20. Juli 2002
Korrumpels vermehren sich. Der Kölner Müllskandal weitet sich auf das ganze Rheinland aus. Kommunalpolitiker in Düsseldorf und Sankt Augustin bekommen unangemeldeten Besuch. Der Hauptbeschuldigte Trienekens darf gegen 100 Millionen Euro Kaution das Gefängnis verlassen.
Die Korrumpels vom Rhein. Der Kölner Müllskandal weitet sich auf das Rheinland aus. In Düsseldorf wurde Kurt Schneider (SPD) vorläufig festgenommen. In Bonn wurde gestern das CDU-Stadtratsmitglied Karl-Heinz Meys dem Haftrichter vorgeführt.

19. Juli 2002
Klandestine Treffen in der Schweiz. Staatsanwaltschaft spricht von "Strukturen der organisierten Kriminalität" beim Kölner Müllskandal. Mittendrin: Der frühere Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Wienand. Er gilt als "dringend verdächtig" und muss in U-Haft bleiben.

12. Juli 2002
Rücktritt auf Raten. Wuppertaler OB Kremendahl reagiert auf drohendes Disziplinarverfahren, indem er sich selbst beurlaubt.

10. Juli 2002
Korrumpel mit Berliner Ausbildung. Hans Kremendahl, Wuppertaler Oberbürgermeister, weist alle Rücktrittsgerüchte und -gelüste weiter von sich.

09. Juli 2002
Kremendahl angeklagt. Wuppertals Oberbürgermeister (SPD) muss sich wegen Verdachts der Vorteilnahme vor Gericht verantworten.

26. Juni 2002
Der Genosse der Gosse. Wegen des Kölner Müllskandals sitzt Karl Wienand wieder in Haft. Er war einmal ein wichtiger Mann in der SPD. Ein Porträt (Jungle World)

22. Juni 2002
Müllmann Rüther. Kölns SPD-Ratsfraktionschef Norbert Rüther nahm nicht nur Spenden vom Müllmann Trienekens, er stand sogar auf dessen Honorarliste.

20. Juni 2002
Kölner Schmiergeldzahler hat gesungen. Eisermann gegen Kaution und Aussage auf freiem Fuß: Er belastet Kölner SPD-Fraktionschefs der 90er-Jahre schwer.
Kölner Schmierer ausgetauscht

17. Juni 2002
Stiefel im Kölner Schmiergeldsumpf. SPD-General Müntefering beteuert weiter, dass die Partei mit dem Spenden-etc.-Skandal am Rhein nichts mehr zu tun habe. Staatsanwaltschaft betrachtet inzwischen auch den früheren Kölner Obergenossen Heugel als "Beschuldigten".

15. Juni 2002
Schmerzhafte Klarheit. Kölner SPD ist geschockt über die Verhaftungen der eigenen Genossen im Spendenskandal. Wischnewski: "Ganz ernster Vorgang". Der nordrhein-westfälische SPD-Landeschef Schartau befürchtet Imageschäden für den Bundestagswahlkampf.
Der "Kanalarbeiter" versackt im Müll. Karl Wienand, sozialdemokratisches Urgestein, auf Bewährung frei, sitzt in U-Haft.

14. Juni 2002
Müllmann in Haft. Kölner Staatsanwalt setzt Ex-DDR-Spion und SPD-Mann Wienand hinter Gitter. Er soll in Korruptionsfall bei Müllentsorgung verwickelt sein.
Drei Kölner Müll-Klüngler verhaftet. Müllkönig Trienekens und zwei SPD-Größen kommen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit ins Gefängnis.

13. Juni 2002
SPD-Abgeordnete aus Köln entlastet

06. Juni 2002
"Wo Korruption ist, kommt Mafia." Leoluca Orlando hat lange gegen die Mafia gekämpft. Nach dem Kölner SPD-Skandal warnt er die Deutschen: Wenn Korruption zum System wird, zersetzt sie die Demokratie und hilft Populisten. Er rät zu strengen Strafen und ständiger Aufmerksamkeit.

05. Juni 2002
Aussätzige Genossen machen SPD Ärger. Im Spendenskandal Beschuldigte wehren sich gegen Parteiordnungsverfahren und drohen mit Schadenersatzklage.

03. Juni 2002
Aufstand der Angeklagten. In der Kölner SPD-Spendenaffäre zeigen sich viele Beschuldigte eher rebellisch als reuig.

24. Mai 2002
Jubel für "Held von Mogadischu". Exstaatsminister Wischnewski macht gute Stimmung bei der Kölner SPD. Man will Entschuldigungsanzeige schalten.

17. Mai 2002
"Ne jode Fründ." Mit Hilfe der schwarzen Kasse halfen die SPD-Fraktionschefs im Kölner Stadtrat klammen Parteifreunden aus. 98.642,44 Mark fehlen spurlos.

16. Mai 2002
Dem Morgenrot entgegen. Am 22. Mai wollen sich Partei und Fraktion aus dem Spendensumpf ziehen. Die Wahl von Martin Börschel zum neuen SPD-Fraktionschef gilt als sicher.

15. Mai 2002
Die Affäre ist noch nicht zu Ende. Neue Enthüllungen belasten den SPD-Wahlkampf im größten Bundesland Nordrhein-Westfalen. Auf einem schwarzen Konto der Kölner SPD-Ratsfraktion fehlen mehrere zehntausend Mark.

10. Mai 2002
Ex-Fraktionschef der CDU vorläufig frei. Nach einem Teilgeständnis sieht das Gericht bei dem Bonner Politiker keine Fluchtgefahr mehr. Nachdem sich der Korruptionsverdacht erhärtet hat, droht ihm der Parteiausschluss. Grüne sprechen von "der Spitze des Eisbergs".

05. Mai 2002
Schiedsrichter will SPD nicht richten

06. Mai 2002
NRW-SPD will Schlussstrich ziehen. Letzte "Sofortmaßnahme" nach Kölner Spendenskandal: Parteiordnungsverfahren gegen weitere vierzehn Genossen. Damit sieht SPD-Landeschef Schartau die Arbeit des Vorstands als erledigt an. Sparkassen-Chef kommt Parteiausschluss zuvor.
Kommentar: Lieber Dortmund als Köln

04. Mai 2002
"Hier kocht die Bude." Ein Anti-Klüngel-Plakat der Grünen macht Furore in Köln: Die abgebildete Prominenz fühlt sich beleidigt. Die grünen Spitzenpolitiker Müller und Beck distanzieren sich - und werden von der empörten Basis zu einer Sondersitzung einbestellt.

02. Mai 2002
Ehrenwerte Gesellschaft beleidigt. Auch Grünen-Prominenz ist verärgert über grüne Plakataktion gegen den kölschen Klüngel.

24. April 2002
Geben und nehmen. Nach den Parteispendenaffären in Nordrhein-Westfalen ändert der Bundestag das Parteiengesetz. Ob es hilft? (Jungle World)

19. April 2002
SPD-Regierungspräsident ermittelt gegen SPD-OB. Druck auf Wuppertals Bürgermeister Kremendahl nimmt zu. Sein Wahlhelfer aus der Baubranche soll auch in Brandenburg SPDler gesponsert haben.

18. April 2002
Düsseldorf überprüft Köln. Eine „Task Force“ soll landesweit die Genehmigungsverfahren für Müllverbrennungsanlagen überprüfen. Die Kölner SPD-Ratsfraktion bangt unterdessen um weitere spendierfreudige Genossen.

17. April 2002
Großer Kehraus. In der Kölner Spendenaffäre werden 13 Parteischiedsverfahren eingeleitet, weitere Fälle sind offen. Mehrere Beschuldigte betonen allerdings, die Quittung nicht bemerkt oder gleich vernichtet zu haben.

15. April 2002
Wer geht, wer bleibt? SPD in Nordrhein-Westfalen berät heute über personelle Konsequenzen aus dem Kölner Spendenskandal. Biciste-System undurchsichtig.
Bürgermeister in Not. Bezirksregierung Düsseldorf will Disziplinarverfahren gegen OB Kremendahl eröffnen. Grüne fordern Rücktritt.

13. April 2002
Es war einmal ein harter Aufklärer. Die Vorwürfe, SPD-Generalsekretär Franz Müntefering habe im Untersuchungsausschuss gelogen, beschädigen sein Image - egal, ob sie stimmen oder nicht. Müntefering bestreitet jede Falschaussage und hält das Ganze für einen Sturm im Wasserglas.

12. April 2002
Rätsel um SPD-Spenderliste. CDU wirft Müntefering Falschaussage vor dem Untersuchungsausschuss vor. Spenderliste war der SPD am 14. März zugeschickt worden. Müntefering wusste selbst am 21. März von nichts.
Rheinische Anwälte sind für alle da. SPD-General Müntefering wegen Kölner Müllklüngel in Verlegenheit: Hat er dem Untersuchungsausschuss die Namen der vermeintlichen Spender verheimlicht? Und: Warum vertreten die SPD-Anwälte auch Leute, die in den Skandal verwickelt sind?

11. April 2002
Kommentar: Der Balken im eigenen Auge. Korruption: Auch der Bonner CDU-Skandal ist kein Einzelfall.

10. April 2002
Rheinische Union kennt keinen Klüngel. Rüttgers und seine CDU an Rhein und Ruhr sehen in der Festnahme des Bonner CDU-Chefs einen Einzelfall. "Dankeschön-System" wie bei Kölner SPD gebe es nicht. SPD-Bürgermeisterin verlangt Akteneinsicht bei Stadtwerken.

09. April 2002
Festnahme im Rathaus. Klüngel: Als der Bonner CDU-Fraktionsvorsitzende Reiner Schreiber seinen Rücktritt erklärte, warteten schon Zivilpolizisten vor der Ratstür - Verdunkelungsgefahr.

08. April 2002
Müll fordert erstes Opfer bei der CDU. Der Bonner CDU-Fraktionsvorsitzende Reiner Schreiber soll Schmiergelder vom ABB-Konzern bekommen haben.
Bonner CDUler tief im Müllskandal. Kommunaler Multifunktionär Reiner Schreiber wird seine Ämter kaum behalten können: Er soll sich schmieren lassen haben dafür, dass er dem Anlagenbauer ABB Informationen über die Konkurrenz steckte. Heute tagt die Bonner Unionsfraktion.

06. April 2002
Verjährung im Müllskandal. Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen zu spät auf. Verjährung nach fünf Jahren.

04. April 2002
Heinrich Pachl: Hilflose Hoffnungsträger. Müllkrimi, 5. Teil
Die Heinzelmännchen. Die medialen Klagen über das Kölner Schwarzgeld- und Bestechungs-Biotop lenken nur ab - von den Firmen, die die Millionen rüber schoben.
Glosse: Was macht eigentlich ... Annelie Kever-Henseler?

30. März 2002
Skandale nehmen kein Ende. Verdacht gegen Wuppertaler OB Kremendahl erhärtet sich. Rückschlag in Köln.

28. März 2002
Geschäftsführer packt im Müllsumpf aus. Für die Firma Steinmüller ergatterte Sigfrid Michelfelder den Bau der Kölner MVA - und soll kräftig geschmiert haben.
Kommentar: Vorurteil und Desinteresse. Spenden: Die SPD stellt in Nordrhein-Westfalen die falschen Fragen.

27. März 2002
SPD-Frau wehrt sich gegen den Pranger. Die NRW-Landtagsabgeordnete Kever-Henseler weigert sich, heute vor der SPD-Wahrheitskommission zu erscheinen.

26. März 2002
Ostereier schrecken SPD. Seit der Kölner Spendenskandal auch den vergötterten Ex-Oberbürgermeister Burger erreicht hat, trauen sich viele Ortsvereine kaum mehr auf die Straße.

25. März 2002
Burger strauchelt. Knapp am Debakel vorbei: Kandidat für SPD-Untersuchungskommission erhielt Spendenquittung.

23. März 2002
Ehre der SPD auf dem Prüfstand. SPD-Landesvorstand berät Konsequenzen aus dem Kölner Parteispendenskandal.
Spender wollen keine Spender sein. Das Kölner Klüngelkarussell dreht sich weiter: Die "Danke-schön"-Spender sagen, sie haben kein Geld an die SPD gegeben. Wie ist die Genehmigung der umstrittenen Müllverbrennungsanlage zustande gekommen? Keine europaweite Ausschreibung.

22. März 2002
Dankbare Spender jetzt öffentlich. Liste der Spender im Kölner SPD-Skandal ist jetzt bekannt. Wofür sie Geld gaben, bleibt noch unklar. SPD-Kommission will sich heute zu den fingierten Spendenquittungen an "verdiente Parteimitglieder" äußern. Deren Namen sind noch unter Verschluss.

21. März 2002
SPD kassiert und dankt. "Danke-schön-Leistung" nennt die Kölner SPD ihr System aus Korruption und Spende. Der frühere Fraktionschef Rüther gibt in einem Brief an die Partei erstmals die Namen der Spender preis.
In Köln sagt man kräftig Danke. Staatsanwaltschaft bestätigt, dass Müllentsorger politische Entscheidungen mit Geld belohnt haben - nachträglich, als Spende an die Sozialdemokraten. Im Mittelpunkt des Schmiersystems: Der ehemals starke Mann der Kölner SPD Klaus Heugel.

20. März 2002
Köln ist Vertrauenssache. Staatsanwaltschaft will früheren OB-Kandidaten Heugel vernehmen. SPD verklagt jetzt auch Exschatzmeister Biciste. Empfänger illegaler Spendenquittungen waren angeblich informiert.
Es mieft an Rhein und Ruhr. Die Bonner CDU möchte nicht in den Kölner Müll-Spendenskandal verstrickt werden und überprüft Zusage an zwielichtige Unternehmer. Unsauberkeiten auch in Mülheim, Oberhausen und Duisburg.

19. März 2002
Aufklärung mit Schwierigkeiten. Anklagen und Parteiverfahren: Die SPD greift durch, um ihren Kölner Spendenskandal aufzuklären. Nun stellt sich heraus, dass die Spendenquittungsliste des Ex-Schatzmeisters Biciste keine gute Grundlage zur Wahrheitsfindung sein könnte - sie ist fingiert.

18. März 2002
Kölner Genossen auf harten Stühlen. Nach Auffliegen ihres Korruptionsskandals sehen die Kölner Delegierten auf dem Parteitag der nordrhein-westfälischen SPD blass aus. Ehrenerklärungen müssen für Familien mit abgegeben werden. Kölner Bundestagskandidat von der Liste gekippt.

16. März 2002
Korruptionsbilanz statt Wahltag. Die SPD in Nordrhein-Westfalen wollte heute eine strahlende Kandidatenkür zur Bundestagswahl vornehmen. Nun muss sie die Genossen einzeln auf Korruption abklopfen. Ministerpräsident Clement: Es geht um den Ruf und die Ehre der SPD.

15. März 2002
Kölner ignorierten EU-Richtlinie. Neues Dokument: Ex-Regierungspräsident Antwerpes (SPD) wusste, dass der Auftrag für den Kölner Müllofen europaweit ausgeschrieben werden musste. Trotzdem griff er nicht ein, als das Projekt vergeben wurde - ohne europaweite Ausschreibung.

14. März 2002
Kölner Spendensumme bei 424.000 Euro. Staatsanwaltschaft gibt nach Verhör von Rüther neue Information über die Dimension des Spendenskandals.
Kölner SPD-Mann packt aus. Die Staatsanwaltschaft hat von der zentralen Figur des Kölner Parteispendenskandals umfangreiche Informationen erhalten: Es geht um Bestechung. Auch der Berliner Parteispendenausschuss interessiert sich für den Köln-Clan - besonders die CDU.
Heinrich Pachl: Müllkrimi in Köln, zweiter Teil. Mit SPD-Fraktionschef Norbert Rüther wurde höchstens ein kleines Schwein im Kölner Klüngelspiel geschlachtet. Wir zeigen Ihnen, auf wen zu achten wirklich lohnt.
Schmickler macht ernst: Ene-mene-miste

13. März 2002
Da dürfte noch so mancher Kopf rollen. Erste Vernehmung des Hauptbeschuldigten im Kölner Spendenskandal. Staatsanwaltschaft will sich heute erklären.
Das Aufräumen beginnt in Köln. Die nordrhein-westfälischen Sozialdemokraten wollen alle krummen Geschäfte aufdecken. Geschützt werden sollen zu Unrecht verdächtigte Genossen.
Kommentar: Eine Frage der Ehre

12. März 2002
SPD noch ohne Trostspende. Die Kölner SPD soll auch Handwerker mit Spendenquittungen bezahlt haben.
Gebrauchsanweisung: So kommen Sie in Köln groß raus.

11. März 2002
Mir losse dr Sumpf in Kölle. Aufklärung in Köln: Die CDU will nicht dabei gewesen sein. Der Spender will kein Spender mehr sein. Abgeordnete wollen keine illegalen Quittungen unterzeichnet haben. Nur aufklären, das wollen alle.

09. März 2002
Unruhige Tage in der Spendenstadt Köln. Neue Durchsuchungen im Zusammenhang der Parteispenden. Staatsanwaltschaft beschlagnahmt Privatvermögen von Managern. CDU-Generalsekretär Meyer sieht neue Dimension von Skandal und die Kölner CDU hält sich zurück.

08. März 2002
Kölner Spendensumpf wird tiefer. Neuer Pegel der Spenden- und Korruptionsaffäre: 14,8 Millionen Euro. Räume der SPD in Köln durchsucht. Polizei richtet Sonderkommission ein. Union verlangt, Müntefering vor den Berliner Parteispenden-Untersuchungsausschuss zu stellen.

07. März 2002
Die Kölner Seilschaft. Tag für Tag muss die Kölner SPD neue Hiobsbotschaften überbringen. Nicht 340.000 Mark, wie bisher angenommen, sondern mindestens 511.000 Mark hat der frühere Chef der Ratsfraktion an seine Partei weitergeleitet. Von einem "Tal der Tränen" reden die gebeutelten Genossen.
Ein Müll-Mogul im Zentrum der Affäre. Ermittlungen gegen den Entsorgungsriesen Trienekens lösten den Kölner Skandal aus. Der 63-jährige Unternehmer aus Viersen betreibt in Nordrhein-Westfalen schon lange politische Landschaftspflege. Auch zwei CDU-Bundestagskandidaten sind seiner Firma verpflichtet.
Heinrich Pachl: Im Schatten der Müllmänner. Die Kölner Müllverbrennungsanlage zeigt, wie man aus Dreck Geld machen kann. Damit ist es jetzt vorbei - vorerst. Doch mit Norbert Rüther wurde im Klüngelspiel das falsche Schwein geschlachtet.
Kommentar: Gebremster Aufklärungseifer

06. März 2002
Teurer Klüngel für die SPD. Bundes-SPD drohen Strafzahlungen wegen illegaler Spendenpraxis in der Kölner SPD. CDU will Affäre vor den Untersuchungsausschuss des Bundestages bringen. Grüne beklagen "gesetzwidrige Energie".
Müllverbrenner ruiniert Kölns SPD. Schmiergeld und Steuerhinterziehung: Staatsanwaltschaft vermutet, dass beim Bau einer Kölner Müllverbrennungsanlage 14,5 Millionen Euro illegal geflossen sind. Seitdem der Chef des Unternehmens geplaudert hat, sieht die Kölner SPD blass aus.

05. März 2002
Ende einer Kölner Karriere. Spendenfilz: SPD-Multifunktionär Norbert Rüther tritt von allen Ämtern zurück.